7. Kapitel

 

(Sommer 1747, im Oderbruch) 

In diesem Kapitel macht die Geschichte einen kleinen Schlenker von 100 Jahren rückwärts in der Zeit.

Danach werden wir in das ursprüngliche Jahr 1748 zurückkehren.

 

 

Ein Jahr, bevor sich die Kolonisten auf den Weg machten, um in Preußen eine neue Heimat zu suchen und bevor sie mit Berlin die Stadt des Königs Friedrich erreichten, in der Jakob und Adam auf einer Wiese an der Spree die Berliner Tischlerstochter Elsa kennenlernten - ein Jahr also, bevor dieses geschah, schob ein wendischer Fischer namens Jesko seinen Kahn ins Wasser und sprang hinein. Es war Sommer. Die Sonne war gerade über den Hügeln am Ostufer der Oder aufgegangen, und goldene Lichter tanzten über dem Fluss, der sich vorbei an schilfreichen Ufern und Auwäldern dem Meer entgegenwälzte. Ganz so leichtfüßig wie in früheren Jahren gelang Jesko der Sprung in den Kahn nicht mehr, was nicht erstaunlich war, schließlich hatten seine vierzig Jahre - es konnten auch mehr sein, denn so genau wusste er das nicht - ihn schwerfälliger gemacht. Dennoch konnte er mit den jungen Männern in seinem Dorf noch immer gut mithalten. Den Schwung ausnutzend, ließ er den Kahn in die Mitte der schmalen Rinne gleiten, und als der Schwung nachließ, nahm er das Paddel und stieß es ins Wasser. Kleine Strudel blieben zurück, als der Kahn an Fahrt gewann. Schweigend trieb Jesko ihn vorwärts, während er seinen Gedanken nachhing. Auch die beiden Frauen schwiegen, die im Bug kauerten, wo sie sich den Platz mit zwei Fischkörben voller Barsche und Plötzen teilten sowie einer Tonne, in der Aale schwammen. Um dieses Jahreszeit, in der die Sonne am höchsten stand, war das Wasser abgeflossen, das das Oderbruch wie jedes Jahr viele Monate lang in einen einzigen großen See verwandelt hatte. Zurückgeblieben war ein Gewirr kleiner und größerer Rinnen, manche schmal und tief, andere flach und seenartig erweitert und dabei ständigen Veränderungen unterworfen. Ein großer Irrgarten, in dem sich nur die Einheimischen zurechtfanden, in der jeder Fremde aber Gefahr lief, sich zu verirren.

 

Ein Biber glitt ins Wasser, am Himmel kreiste ein Fischadler und hielt Ausschau nach Beute. Als Jesko ihn bemerkte, hatte er für einen 

Augenblick das Gefühl, das Blut würde ihm in den Adern gefrieren. Es war das gleiche Gefühl wie am Morgen, als ein toter Fischadler zwischen den Hütten gelegen hatte, die mächtigen Schwingen weit ausgebreitet, den Schnabel aufgerissen, als hätte er anlässlich einer Katastrophe einen Schrei des Entsetzens ausgestoßen. Niemand aus seinem Dorf und auch nicht aus den anderen Dörfern hatte es jemals erlebt, dass einer dieser großen Vögel vom Himmel gefallen war, einfach herabgestürzt wie ein Kind, das beim Klettern auf einen Baum einen Ast verfehlt hat. Aber während sich ein Kind auf einem Baum in einer ihm fremden Umgebung bewegt, ist ein Fischadler beim Fliegen in seiner eigenen Umgebung. Wieso hatte es also geschehen können, dass er herabstürzte? Swatka, seine Frau, hatte den Vogel als erste bemerkt, als sie gleich nach Anbruch der Dämmerung aus ihrer Hütte getreten war, um Wasser zu holen und als er plötzlich vor ihren Füßen lag. Weil sie so etwas noch nie gesehen hatte und weil ihr auch kein Vorfall dieser Art jemals zu Ohren gekommen war, hatte sie vor Schreck laut aufgeschrien, worauf er, Jesko, mit einem einzigen Satz durch die Tür war, ebenso wie die anderen im Dorf. Anschließend standen sie alle gemeinsam um den Vogel herum und starrten ihn an. Niemand wagte, ihn zu berühren. Bis Stupek erschien, der als einziger im Dorf einen Zugang zur Welt der Götter und Geister hatte. Eine Weile stand er stumm und mit geschlossenen Augen vor dem Adler, dann sprach er die Worte, die allen Versammelten einen Schauer über den Rücken jagten: „Großes Unheil wartet auf uns!“ Mehr sagte er nicht, nur diese Worte. Aber alle wussten, dass was Stupek jemals gesagt hatte, stets eingetroffen war. Und während sie noch wie gelähmt dastanden und vor Anspannung kaum zu atmen wagten, ergriff Stupek den Fischadler, trug ihn zu seinem Kahn und paddelte mit ihm davon. Wohin, das wusste niemand.

 

„Großes Unheil wartet auf uns!“ Seit Jesko bald nach diesem Ereignis mit dem Kahn aufgebrochen war, musste er an Stupeks Worte denken.



Was für ein Unheil mochte das sein, von dem er gesprochen hatte? Konnte es um Krankheit gehen oder um Tod? Um einen eiskalten Winter? Oder dass ihre Rinder und Ziegen ihnen wegsterben würden, weil auf den Wiesen nicht genug Heu für sie wuchs? Zutiefst aufgewühlt ging Jesko alles durch, was er sich vorstellen konnte, fand aber für nichts einen konkreten Hinweis. Das einzig Greifbare war der tote Fischadler, doch was der bedeutete … Zwei Schwäne flogen in geringem Abstand über den Kahn hinweg, und Jesko durchzuckte der Gedanke: und wenn sie nun auch abstürzen würden? Doch sie stürzten nicht ab, sondern flogen mit weit ausholendem Flügelschlag der Sonne entgegen, bis sie gegen das grelle Licht nicht mehr zu erkennen waren.

 

Die Rinne wurde schmaler, Wasserpflanzen schoben sich von den Seiten in die Mitte und machten das Durchkommen zu einer mühsamen Angelegenheit. Kraftvoll stieß Jesko das Paddel ins Wasser, bis die Rinne wenig später in einen kleinen See überging. Gleich darauf kam der Turm von Sankt Marien ins Blickfeld, in drei Stufen ansteigend und alle übrigen Gebäude der Stadt weit überragend. Die „Kathedrale des Oderbruchs“, wie manche die Kirche nannten. Hell im Sonnenlicht leuchtete das Kreuz auf ihrer Spitze als ein stolzes und selbstbewusstes Zeichen, dass der Glaube an den dreieinigen Gott auch in der Einsamkeit der Oderlandschaft Fuß gefasst hatte. Fuß gefasst - was allerdings nicht bedeutete, dass er der Gegend ausnahmslos seinen Stempel aufgedrückt hätte. Noch immer war das Bruch das Land der Wenden, und hatten Missionare und Priester in der Vergangenheit auch noch so viele Anstrengungen unternommen, um den alten Göttern den Garaus zu machen und an ihrer Stelle den Glauben an den einzig wahrhaftigen Gott aufzupflanzen, so waren ihren Bemühungen doch nur Teilerfolge beschieden. Nichts anderes als Kompromisse waren die christlichen Taufen, die Abendmahle und die Bestattungen der Toten im Namen des Herrn, die die Wenden in ihren Alltag übernommen hatten. Ihr Preis, um auch weiterhin den eigenen Göttern huldigen zu können, die in der abgeschlossenen Welt des Bruchs ihren Platz hatten - in den

heiligen Bäumen und den geheimnisumwitterten Hainen, von denen die Christen nur in Ansätzen etwas ahnten. Wendenland ist Heidenland, sagten die Leute. Und daran würde sich auch in hundert mal hundert Generationen nichts ändern.

 

In die beiden Frauen im vorderen Teil des Kahns kam Bewegung. Fische in Wriezen verkauft hatte Swatka schon seit ihrer Kindheit, und ebenso hatte es Ljuba getan, ihre Tochter. Mit dem Fangen und dem Verkaufen von Fischen wuchsen alle im Oderbruch auf. Fische waren ihr Leben, waren ihr Ein und Alles, denn wenn es inmitten dieser Wasserwelt etwas im Überfluss gab, dann waren es Fische. Zander und Aale, Hechte, Karpfen, Bleie und Zähren, Welse und nicht zu vergessen die Quappen, die es so zahlreich gab, dass man die fettesten in schmale Streifen schnitt und nach dem Trocknen anstelle von Kien als Lichtquelle verwendete. Wiesen existierten im Bruch nur in den Monaten, in denen das Wasser sich zurückgezogen hatte. Dann konnten sie Heu machen für ihr Vieh und Gemüse anbauen, insbesondere Kürbisse auf den Wällen aus Kuhmist, mit denen sie ihre auf Sandinseln gelegenen Dörfer umgeben hatten - als Schutz, wenn das Wasser während der jährlichen Überschwemmung wieder einmal gar zu wild wurde und alles wegzuschwemmen drohte. Ljuba zog ihr Kopftuch zurecht, das hübsche, das ihr die Mutter auf dem letzten Jahrmarkt in Wriezen gekauft hatte. Das helle Braun des Tuchs passte gut zu ihrem strohblonden Haar, wie sie fand, und außerdem hatte es die Farbe ihrer Augen. Ljuba stand im zwanzigsten Jahr ihres Lebens. Sie hatte ein gutmütiges Gesicht mit weichen Zügen, war freundlich gegen jedermann und offen und damit ganz anders als ihre Eltern, die beide zurückhaltend und eher in sich gekehrt waren.

 

Kurz vor Wriezen mussten sie einem Boot ausweichen, das zur selben Zeit in den kleinen Hafen einlaufen wollte wie sie. Das Boot war eines von denen, die auf der Ostsee auf Fischfang gingen. War ihr Laderaum voll, kehrten sie nach Wriezen zurück, wo Fischhändler auf sie 



warteten, vor allem solche aus Berlin, aber auch aus weiter entfernten Städten wie Halle und Leipzig. Ja, sogar aus dem fernen Italien erschienen gelegentlich Kaufleute, um ganze Wagenladungen voll eingesalzener Ostseeheringe über die Alpen zu bringen. Fisch ist kein Fleisch, sagte die Kirche, weshalb sie den Gläubigen erlaubte, an den fleischlosen Fastentagen Fisch zu essen. Und Fastentage gab es im Kirchenkalender mehr als genug. Zählte man alle zusammen, dann  waren es mehr als 200 in jedem Jahr. Insbesondere die Klöster waren verlässliche Abnehmer von Fischen, womit allen, die damit handelten, ein gutes Einkommen garantiert war.

 

Jesko ließ den Kahn auf den breiten Ufersaum gleiten, sprang hinaus und machte ihn fest. Das Ufer war nicht nur der Ort, an dem die Schiffe anlegten, hier befand sich auch der Markt, an dem die Fischverkäufer mit ihren Kunden zusammentrafen. Zu dritt luden Jesko und die beiden Frauen ihre Fischkörbe aus, die Aale in der Tonne würden sie wie üblich vom aus Kahn verkaufen. An den Ständen, die die Stadt zur Verfügung stellte, hatten bereits mehrere Händler ihre Ware ausgelegt, für Jesko alles bekannte Gesichter, die hier schon seit vielen Jahren zusammentrafen. Die Sache mit dem Fischadler hatte sich bereits herumgesprochen, und so fanden sich die Ankömmlinge noch während sie ihren eigenen Stand einrichteten von etlichen Neugierigen umringt, die Genaueres erfahren wollten. Ob es sich auch wirklich um einen Fischadler gehandelt habe, wollte ein Zweifelnder wissen, und ob jemand gesehen hätte, wie er vom Himmel fiel. Die erste der beiden Fragen trug dem, der sie gestellt hatte, einen strafenden Blick von Jesko und Swatka ein, und auch Ljuba konnte sich ein „Wir werden doch wohl einen Fischadler erkennen!“ nicht verkneifen. Und dass der Vogel vom Himmel gefallen war, davon sei auszugehen, sagte Jesko. Keiner der Dorfbewohner hatte einen toten Fischadler gefunden und ihn anschließend im Dorf abgelegt, jedenfalls hatten das alle glaubhaft versichert. Als Jesko wiederholte, was Stupek am Morgen gesagt hatte - „Großes Unheil wartet auf uns!“ -, stellte sich bei den Zuhörern die 

gleiche Besorgnis ein, die er selbst und die anderen im Dorf bei diesen Worten empfunden hatten. Auch die Fragen, die von den Zuhörern anschließend gestellt wurden, waren die gleichen, und ebenso das Ergebnis: Über reine Spekulationen kam niemand hinaus.

 

Jesko genoss die Aufmerksamkeit, die ihm zuteil wurde, machte sie ihn doch für kurze Zeit gewissermaßen zu einem anerkannten Vertreter seines Dorfes. Und so wären die Gespräche wohl noch eine ganze Weile weitergegangen, wäre da nicht eine von vier Pferden gezogene Kutsche vorgefahren und ein in gutes Tuch gekleideter Mann - alt, krummbeinig und mit einem faltigen Gesicht - wäre dieser Kutsche entstiegen. Ein Kaufmann aus Berlin, der sich einmal im Jahr in diese Wasserwelt bemühte, der ansonsten aber die Einkäufe den Angestellten seines Kontors überließ. Hier ging es ihm um das Knüpfen von neuen Kontakten und die Pflege von bestehenden sowie um die Entwicklung von Preisen und die Abstimmung von Terminen. Doch weil er sein Geschäft ernst nahm und nicht zu denjenigen gehörte, denen die gehandelten Waren nicht mehr bedeuteten als Eintragungen in ihren Büchern, wandte er sich zunächst den Fischständen zu. Aufmerksam prüfend lief er zwischen ihnen umher und betrachtete es auch nicht als unter seiner Würde, ein paar Worte mit dem einen oder anderen Fischer oder mit dieser oder jener Marktfrau zu wechseln. Das tat er so lange, bis zwei weitere Männer auf ihn zueilten und ihn mit ausholenden Gesten begrüßten. Ebenfalls Kaufleute, allerdings solche, die verkaufen wollten und nicht kaufen, weshalb sie den Besucher umschmeichelten und vor ihm katzbuckelten, während sie gleichzeitig unablässig auf ihn einredeten. Schließlich steuerten alle drei gemeinsam auf den Gasthof „Zum Hecht“ zu, der sich bei den Fischhändlern allgemeiner Beliebtheit erfreute. Zahlreiche Blicke verfolgten die drei, bis die Tür sich hinter ihnen geschlossen hatte. Ob dieser Kaufherr aus Berlin mit dem angekündigten Unheil etwas zu tun haben könnte? warf einer der Fischer in die Runde, worauf sich im Nu ein weiteres angeregtes Gespräch zwischen den Anwesenden entspann.



Irgendwann waren alle Fragen zum Thema Fischadler und Unheil mehrmals hin- und hergewälzt, alle Vermutungen ausgesprochen und jede kluge oder auch weniger kluge Bemerkung geäußert, weshalb die Schar der Versammelten sich zu verlaufen begann. Die Frauen stellten sich wieder hinter ihre Auslagen, die Käufer schauten sich weiter nach den besten Angeboten um, und die Lastenträger, die ihre Arbeit kurzzeitig unterbrochen hatten, fuhren fort, Ballen von Dörrfischen aus dem norwegischen Bergen für den Weitertransport auf bereitstehende Wagen zu verladen. Auch Jesko nahm die Aufgabe in Angriff, die der Grund für seinen Besuch in Wriezen war. Ein nicht allzu häufiger Besuch, machten sich die beiden Frauen an den meisten Tagen doch allein auf den Weg. Diesmal jedoch stand etwas Amtliches an, die Eintragung seines unlängst geborenen Sohns - Slatka hatten sie ihn genannt - in ein amtliches Register, so wie die Vorschriften es verlangten. Jeder musste in diesem Register vermerkt sein, mit Namen, Tag und Ort seiner Geburt, sei er nun Deutscher oder Wende und ob er in Wriezen lebte oder in der Umgebung einschließlich der Wendendörfer im Bruch. Jesko wandte sich dem Rathaus zu und stand wenig später vor dem zuständigen Schreiber. Der stellte die üblichen Fragen nach dem Kind und seinen Eltern und trug alle Antworten mit frisch gespitzter Feder und Tinte in eines seiner dickleibigen Bücher ein. Nachdem er das Niedergeschriebene noch einmal vorgelesen und Jesko zustimmend genickt hatte, war der amtliche Vorgang abgeschlossen, und Jesko trat wieder ins Freie. Dass er die in deutscher Sprache gestellten Fragen nicht nur verstanden hatte, sondern sogar in der Lage gewesen war, sie auf Deutsch zu beantworten - wenn auch in einem recht holprigen Deutsch -, erfüllte ihn mit einem gewissen Stolz. Nicht alle Wenden beherrschten die Sprache ihrer Herren, und viele wollten das auch gar nicht. Für sie waren die Deutschen noch immer der Feind, auch wenn die Zeit der Kämpfe zwischen beiden Völkern schon viele Generationen zurücklag. Sie verfluchten noch immer die Deutschen, die in ihr Land eingedrungen waren, die sie unterworfen hatten und die von allem Anfang an darauf ausgewesen waren, ihre 

alte Religion zu zerstören und sie durch den Glauben an den toten Gott vom Kreuz zu ersetzen. Gerade hier, in der abgeschiedenen Welt des Oderbruchs, hatte sich das Gefühl, etwas Eigenes zu sein und nicht einfach zu den anderen dazuzugehören, länger erhalten als anderswo. Mochten sie heute auch alle Untertanen desselben Königs sein, so war ein Wende im Oderbruch noch immer ein Wende im Oderbruch und nicht einfach ein Deutscher in Preußen. Wer hier lebte, der hatte gelernt, sich in diesem Widerspruch einzurichten: Wo die Deutschen es verlangten, ordnete man sich ihnen unter, doch in der Wasserwildnis des Bruchs waren es noch immer die eigenen Regeln, die das Leben bestimmten.

 

Ein Fischer eilte mit schnellen Schritten auf Jesko zu, als dieser gerade das Rathaus verlassen hatte und zum Ufer zurückkehren wollte. Der Fischer war ein Wende wie er selbst, stammte aber aus einem anderen Dorf. Anstatt Jesko zuerst zu begrüßen, wie es üblich war, sprudelte er einen ganzen Wortschwall hervor. Einen Augenblick brauchte Jesko, um das Gesagte zu begreifen. Dann hatte das Wort „Unheil“, über das sie alle seit diesem Morgen gerätselt hatten, einen Namen.

 

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Wenden: veraltete Bezeichnung für Slawen im deutschsprachigen Raum