Freiwillige Feuerwehr Kurtschlag

2019


Die Freiwillige Feuerwehr Kurtschlag wurde im Jahre 1932 von 21 Männern gegründet. Später kamen Frauen hinzu, und eine Jugendfeuerwehr wurde aufgestellt. Heute gehört die Löschgruppe Kurtschlag zur Freiwilligen Feuerwehr Zehdenick, weshalb ihre Uniformen nicht das eigene Wappen tragen, sondern das Stadtwappen von Zehdenick. Das jetzige Feuerwehrhaus wurde im Jahr 1998 errichtet; es befindet sich an demselben Platz wie das vorherige Gerätehaus. Für ihren Einsatz steht der Feuerwehr ein TSF-W zur Verfügung, ein Tragkraftspritzenfahrzeug-Wasser, Baujahr 2006 mit 1.000 Liter Löschwasser. Hinzu kommt ein Schlauchanhänger vom Typ 400 B.

 

Ortswehrführer der Freiwilligen Feuerwehr Kurtschlag ist Carsten Pittack, sein Stellvertreter ist Marco Draschanowski. Das Feuerwehrhaus befindet sich in der Kurtschläger Dorfstraße 5a und ist über die Telefonnummer  039883 / 48101 zu erreichen.

 


September 2019: Brandsimulation

Am 14. September stand für alle AGT (Atemschutzgeräteträger) der Stadt Zehdenick wieder eine mobile Brandsimulationsanlage am FTZ Gransee (Feuerwehrtechnisches Zentrum) bereit, um unter realen Bedingungen ihre Fertigkeiten in der Wohnungsbrandbekämpfung zu trainieren. Alle drei Jahre gibt es diese Möglichkeit für neue und erfahrene AGT zu üben. "Brandsimulationsanlage" ist vielleicht etwas irreführend, denn es wird nicht nur simuliert, es brennt in der Anlage tatsächlich. Die Anlage wird mit Gas befeuert und von einem zentralen Platz im Übungsobjekt aus gesteuert. Der Betreiber der Anlage steht in einem mit feuerfestem Glas abgetrennten Bedienraum und steuert die Brandausbreitung und Szenarien. Der Angriffstrupp steigt zuerst auf das Dach der Anlage, die auf einen LKW-Sattelzug aufgebaut ist. Als erstes wird eine Tür geöffnet, hinter der die ersten Flammen bereits warten. Dort sind es beim Öffnen der Tür ca. 100°C. Wenn man das Feuer auf der Treppe gelöscht hat, geht es vorsichtig runter in den Brandraum. Dort muss man sofort den Gashahn und den Stromhauptschalter finden und ausschalten, wie es im Realfall auch gemacht wird. Als nächstes wird ein Gasflaschenbrand gelöscht und die Flaschenventile trotz Feuer zugedreht. Danach kommt man an eine Tür, die in den nächsten Brandraum führt. Diese wird nach einem geübten Schema ebenfalls geöffnet. Dabei sollte man den Blick zurück nicht vernachlässigen. Es wäre ja möglich, dass die Treppe, über die der Schlauch verlegt ist, wieder zu brennen beginnt und den Schlauch zum Platzen bringt. Die Folge wäre ein Strahlrohr ohne Wasser. Diese Tätigkeiten werden bei Temperaturen zwischen 100°C und 300°C ausgeübt. Wenn man den nächsten Raum betreten hat, muss man wie jederzeit mit einer sogenannten Durchzündung rechnen, d.h. der heiße Brandrauch bekommt wieder Luft zum Verbrennen, wobei die Temperaturen kurzzeitig bis auf 700°C ansteigen können. Sollte das geschehen, müssen die Einsatzkräfte blitzschnell zu Boden gehen und sich mit dem Sprühstrahl ihres Hohlstrahlrohrs schützen. Wenn der Gasleitungsbrand und das brennende Regal mit Kraftstoffkanistern gelöscht sind, kann der geordnete Rückweg über die Treppe auf das Dach der Anlage begangen werden. Das Ganze dauert etwa 20 Minuten. Die Übung kann im Bedarfsfall jederzeit abgebrochen und die Anlage über sichere Seitenausgänge verlassen werden.

Text: Carsten Pittack

September 2019: Eine neue Drehleiter

Am 6. September fand aus aktuellem Anlass eine Dienstplanänderung statt. Weil für die Stadt Zehdenick eine neue Drehleiter beschafft wurde, musste unsere geplante Übung zur "Technischen Hilfeleistung" ausfallen. Zwei Wochen zuvor, am 22. August, wurde das neue Hubrettungsfahrzeug mit der Bezeichnung DLK 23/12 offiziell vom Bürgermeister der Stadt an die Kameraden des Löschzuges Zehdenick übergeben und in Dienst gestellt. Da wir an dieser Veranstaltung auch teilnahmen, wurde uns im Gespräch von den Kameraden aus Zehdenick angeboten, auch für unsere Löschgruppe einen Ausbildungsabend zur Einweisung in die neue Technik zu machen. Da es für uns durchaus möglich ist - und ja auch schon einige Male vorkam -, dass wir die Ausrüstung anderer Wehren der Stadt Zehdenick bedienen müssen, legten wir gleich einen Termin fest. Die neue DLK (Drehleiter mit Korb) hat im Vergleich zum Vorgängermodell (DLK 18/12) 5 Meter mehr Rettungshöhe, und zwar 23 Meter bei einer Ausladung von 12 Metern. Wird die Leiter senkrecht aufgestellt, erreicht man gar eine Arbeitshöhe von 32 Metern, was - wie wir in der Übung feststellten - einige Meter höher ist als unsere Kirchturmspitze. Die alte Leiter erreichte eine Höhe von 24 Metern. Im Anschluss an unseren Dienst haben wir gemeinsam gegrillt, wozu der Kamerad aus Zehdenick, der uns das neue Arbeitsgerät erklärt hatte, selbstverständlich auch eingeladen war.

Text: Carsten Pittack

September 2019: Waldrallye der Jugendfeuerwehr

Am 6. September machten sich unsere Kids der Jugendfeuerwehr auf die Suche nach Tierspuren, denn auf dem Dienstplan stand Naturkunde. Um dieses Thema praxisnah umsetzen zu können, sattelten wir alle unsere Fahrräder und starteten eine Rallye in zwei Gruppen durch den Wald. Dort mussten verschiedene Aufgaben gelöst werden, um die Buchstaben für das Lösungswort und gleichzeitig das Ziel zu erhalten. In den Aufgaben ging es um Baumarten, Früchte aus der Natur, Tierspuren und Wahrnehmung der Natur mit Gehör- und Tastsinn. Unsere zehn Kids haben die Aufgaben gut gemeistert und konnten sich am Spielplatz zur Belohnung ein Eis gönnen.

Fotos: Sabrina Draschanowski und Daniel Baresel, Text: Sabrina Draschanowski

August 2019: Volleyball in Grunewald

Am 17. August 2019 waren wir bei der 85-Jahr-Feier der Feuerwehr Grunewald. Gefragt waren diesmal auch unsere Volleyball-Künste, bei denen wir zum Glück Unterstützung von drei externen Sportbegeisterten hatten. Der Tag begann um 10 Uhr mit der Eröffnungsrede und einem kurzen Rückblick auf die vergangenen 85 Jahre. Anschließend wurden die Beförderungen einiger Kameraden von Grunewald durch den Stadtbrandmeister bekannt gegeben. Und schließlich hieß es dann: Beginn des Volleyball-Turniers mit fünf Teams. Es waren wirklich starke Gegner dabei, die uns nichts geschenkt haben. Wichtig war aber auch, dass der Spaß nicht auf der Strecke blieb und Fairplay an oberster Stelle stand. Gegen 15 Uhr war das Turnier beendet, und wir verpassten knapp den Platz auf das Siegertreppchen.

Fotos: Carsten Pittack, Text: Maria Doil

Am 9. Februar 2019 sind wir als Jugendfeuerwehr zum Spuki's nach Gerswalde gefahren. Dieses Mal konnten wir sogar den Mannschaftstransportwagen aus Zehdenick nutzen. Wir hielten uns dort von 10 bis 14 Uhr auf. Zum Mittag gab es für uns ein Lunchpaket. Wir haben uns die Zeit auf verschiedenen Hüpfburgen, Trampolinen, im Kletterparcour, beim Fußball und beim Rutschen vertreiben können. Unterstützt wurden wir durch Andrea Giese, die Mutti einer kleinen Kameradin.


Zum Dienstplan 2019 geht es hier

auch zum Dienstplan der Jugendfeuerwehr


Gransee Zeitung, 7. Januar 2019

Unsere Jugendfeuerwehr

- Ein Text von den Mädels und Jungs der Jugendfeuerwehr Kurtschlag - 

 

Unsere Jugendfeuerwehr ist seit dem 5. März 2016 wieder ein Teil von Kurtschlag. Wir sind derzeit (September 2018) sechs Mitglieder mit einem Durchschnittsalter von neuneinhalb Jahren, wobei wir momentan ein Gleichgewicht zwischen Jungen und Mädchen haben.

Bei uns kann man ab einem Alter von sechs Jahren mitmachen und in das Leben als Feuerwehrfrau/-mann hereinschnuppern. In unserem Dienstplan sind verschiedene Bestandteile zu finden. Vom Löschangriff bis zum Jugendlager ist bei uns einiges los.

Besonders dürfen wir uns über T-Shirts und Jacken im Einheitslook freuen, die wir teilweise gesponsert bekommen haben. Dies hebt unser Gemeinschaftsgefühl weiter an.

In den letzten Monaten haben wir ein paar Dinge zusammen erlebt und gelernt. Wir dürfen auch selbst zum Schlauch greifen und tätig werden, wobei wir immer von unseren aktiven Kameraden unterstützt werden. Drei Mal durften wir schon an den jährlichen Jugendlagern der Stadt Zehdenick teilnehmen. Genauso fahren wir regelmäßig zur Stafette der Hilfsbereitschaft oder zum Stadtausscheid, den wir im letzten Jahr gewonnen haben. Des weiteren unternehmen wir auch andere Aktivitäten und Ausflüge, die nichts mit der Feuerwehr zu tun haben. So waren wir beispielsweise dieses Jahr in Fitolino in Finow.

Wir sind in der Jugendfeuerwehr, weil man etwas lernt, weil es cool ist, weil wir Ausflüge machen und später anderen Menschen helfen können.

Besonders viel Spaß machen uns die Aktivitäten, bei denen wir unterwegs sind oder selbst anpacken können. Aber manchmal müssen wir auch Theorie machen und zum Beispiel Knoten binden. Dies ist ziemlich kniffelig, aber wir müssen es lernen, um später bei einem Brand- oder Rettungseinsatz helfen zu können.

Über neue Kinder oder Jugendliche in unserer Gruppe würden wir uns freuen. Uns findet man alle 14 Tage am Donnerstag am, im oder in der Nähe vom Gerätehaus. Man kann sich auch telefonisch bei unserer Jugendwartin Sabrina Draschanowski melden (039883 279 oder 0152 54111014).