Rückblicke 2019

2019 (Dezember): Plätzchenbacken bei der Weihnachtsfeier

Fotos: Sabrina Draschanowski

2019 (Dezember): Konzert in der Kirche und Adventsmarkt

Nachdem am Samstag viele fleißige Hände mitangepackt und die Kirche geschmückt sowie den Platz an der Bleiche hergerichtet hatten, konnte am 1. Dezember in die Adventszeit gestartet werden. Zwei Turmbläser eröffneten das Konzert, danach ging es in der Kirche mit dem Weihnachtsensemble von "Märkisch Blech" weiter. Unter anderem wurde mehrere Stücke für Orgel und Trompete zu Gehör gebracht, eine gute Gelegenheit, mal wieder unsere Lütgemüller-Orgel zu hören. Bei einigen Liedern waren die Besucher des Konzerts zum Mitsingen aufgefordert. Nach dem Ende der Veranstaltung machten sich viele von ihnen noch auf den Weg zum Adventsmarkt an der Bleiche, wo heiße Getränke, Gegrilltes und Waffeln angeboten wurden. Die Feuerschale war ein guter Ort für ein gemütliches Beisammensein und anregende Gespräche. Nebenbei konnten an einigen Ständen regionale Leckereien und Geschenkartikel für das bevorstehende Weihnachtsfest gekauft werden. Alles in allem war es ein kleiner, urgemütlicher Markt, den der Sportverein für uns Kurtschläger und für alle Besucher organisiert hat.

Fotos: Manfred Lentz; Text: Christina Steddin

2019 (November): Martinsfest

Fotos und Bildunterschriften: Petra Elsner

2019 (November): Einsatz an der Bleiche

Der Ortsbeirat dankt den fleißigen Helfern, die an diesem verregneten Samstag (2. November) tatkräftig bei der Herbstaktion an der Bleiche mitgewirkt haben. Zunächst wurde das herabgefallene Laub zusammengeharkt und entsorgt. Um den diesjährigen Weihnachtsbaum aufstellen zu können, wurde dann eine Hülse in die Erde eingegraben und einzementiert. Danach haben wir die beiden Sitzgruppen aufgestellt. Um den Platz für das bevorstehende Martinsfest und die Adventssonntage optimal vorzubereiten, wurden auch noch drei Bänke und zwei aus der Eiche von der Bleiche angefertigte Tische aufgestellt. Dabei musste berücksichtigt werden, dass die Feuerwehr ungehinderten Zugang zum Fließ hat, um dort im Brandfall Löschwasser entnehmen zu können. Um 13 Uhr waren wir mit dem Einsatz fertig. Die Bänke und die beiden Sitzgruppen müssen noch verankert werden, damit sie stabiler stehen. Diese Arbeiten können aber zu einem späteren Zeitpunkt erledigt werden.

Fotos: Karola Hoth, Sandra Keskowski; Text: Karola Hoth

2019 (Oktober): Kürbisfest

Er sei erstaunt, erklärte ein Besucher aus Berlin, was ein kleines Dorf wie Kurtschlag auf die Beine stellen könne. Recht hat er ! Auch das diesjährige Kürbisfest gehörte dazu, und wieder verdient es das Prädikat erfolgreich. An Besuchern mangelte es ebenso wenig wie an Unterstützung aus dem Dorf. Wie schon in den vergangenen Jahren hatten etliche Kurtschlägerinnen (auch Kurtschläger?) leckeren Kuchen beigesteuert. Für die Einstimmung zum Fest sorgte Kalle mit ein paar Herbstliedern, anschließend gab es - neben Kaffee und besagtem Kuchen - an Ständen Honig und Literarisches zu kaufen, und bei einem Quiz konnten nicht nur Kräuterhexen ihre Kräuterkenntnisse unter Beweis stellen. Gleich neben der Kürbissuppe demonstrierten jüngere Besucher mit Fantasie und viel Eifer, wie sich Kürbisse in Grinsegesichter verwandeln lassen. Aus Liebenthal war Martin Mittelstädt (per Traktor) angereist, der neben einer Wagenladung Kürbisse unterschiedlichen Formats, gedämpfte Kartoffeln mit Quark im Angebot hatte (Tipp für Nachmacher: wenig Zwiebeln, dafür geriebene Radieschen). Martin Mittelstädt war es auch, der den diesjährigen Rekordkürbis auf die Waage brachte: 34 kg, womit er einen würdigen Platz in der Ahnenreihe der Kurtschläger Kürbiskönige erobern konnte. Glückwunsch! - Mit dem ebenfalls schon traditionellen Feuer zum "Tag der deutschen Einheit" ging es anschließend auf dem Festplatz weiter. Eiskalt war's, was der Feierlaune allerdings keinen Abbruch tat. Rundherum also ein gelungener Tag!

Fotos und Text: Manfred Lentz

2019 (September): Arbeiten an den Palisaden

Am 28. September trafen sich der komplette Ortsbeirat und einige Helfer für den Abbau der Querverbinder der Palisaden. Um Punkt 9 Uhr setzte der Regen ein, doch wir ließen uns nicht davon abschrecken. Bei strömendem Regen begannen die Arbeiten von der Kirche in Richtung Park. Die Querverbinder wurden bis auf die bei den Einfahrten abgebaut und auf den Anhänger geladen. Morsche Pfähle wurden ersetzt und die Einfahrten durch runde Reflektoren gekennzeichnet. Petrus freute sich anscheinend über unseren Tatendrang und unterstützte uns den Rest des Vormittags mit Sonnenschein.

Weil die Arbeiten sehr gut vorangingen, haben wir auch gleich bei der Bleiche weitergemacht. Hier wurden die morschen Bänke und der Tisch mit Platte entsorgt sowie der bei der Sitzgruppe stehende Papierkorb herausgehoben. Die Bänke werden saniert und wieder aufgestellt. Ebenso wurde der alte Pavillon abgerissen und entsorgt. Hier soll bis zum Martinsfest bzw. 1. Advent wieder ein schöner Platz zum Feiern entstehen.

Der Ortsbeirat sagt den fleißigen Helfern ein dickes Danke!

 

Fotos und Text: Karola Hoth

2019 (Juni) Zwei tolle Tage: Die 270-Jahrfeier von Kurtschlag!

Nach monatelangen Vorbereitungen war es nun so weit. Am Freitag, den 28. Juni wurde traditionell mit einem Konzert in der Kirche das Dorffest eröffnet. Der Ringenwalder Kirchenchor war mit dem "Bernetschen Männerchor" aus Joachimsthal verstärkt worden. Es war eine musikalische Reise durch viele Zeiten und Länder sowie verschiedene Themen. Neben Kirchenliedern wurden auch Lieder zum Mitsingen und Trinklieder dargeboten.

Nach dem Konzert sprach Manfred Lentz einige einführende Worte zu seiner Fotoausstellung "Kinder der Welt" in der Kirche.

Mitglieder des Ortsbeirats aus Groß Dölln gratulierten Kurtschlag zum 270jährigen Jubiläum und überreichten unserem Ortsbeirat als Geschenk ein historisches Stück Holz von der alten Döllnfließbrücke von 1733 und einen Sauerkirschbaum für den Festplatz. Diesem Baum werden wir im Herbst auf dem Festplatz einen würdigen Platz geben, wenn der Bepflanzungs- und Bebauungsplan feststeht.

Der Samstag war der Höhepunkt der Feierlichkeiten. Viele hatten ihre Vorgärten schön geschmückt und u.a. selbstgefertigte Puppen vor den Häusern platziert. Um 14 Uhr startete der Festumzug. Unser "Klingelschmidt" Klaus hatte historische Bekanntmachungen zu verkünden. Trotz der Hitze hatte der Umzug zahlreiche Teilnehmer, und die Besucher am Straßenrand freuten sich über das bunte Bild. In der Rübengasse endete der Umzug, wo sich alle Beteiligten und die Gäste mit kalten Getränken, Kaffee und Kuchen stärkten. Vielen Dank an alle, die Kuchen gebacken haben. Wir hatten ein reichhaltiges Angebot. Das anschließende Programm war abwechslungsreich und unterhaltsam und bot unter anderem Möglichkeiten für die Zuschauer zum Mitsingen an.

Auch die Tombola war ein Erfolg. Alle haben ihre Gewinne mit nach Hause genommen! Für die Kinder wurden Spiele angeboten, bei denen sie kleine Preise gewinnen konnten.

Vertreter der Presse zeigten sich überrascht, was solch ein kleiner Ort auf die Beine gestellt hat. Mal sehen, was wir in den Zeitungen lesen können.

Der Ortsbeirat möchte sich an dieser Stelle recht herzlich bei allen Helfern, Unterstützern und Mitwirkenden des Dorffestes bedanken, so bei

- Frank Gosse, der die Getränkeversorgung übernommen und uns außerdem das Sonnensegel samt Sitzgelegenheiten und die Hüpfburg zur Verfügung gestellt hat,

- Raik Ulrich für die Anfertigung und das Aufstellen der Puppen, das Einräumen und Gestalten der Räumlichkeiten und manch anderes mehr,

- Christina Steddin für die Organisation des Konzerts in der Kirche,

- Petra Elsner für die Gestaltung der Puppenköpfe und die Federführung beim Kalender und den historischen Bildern,

- Marina Helmich für die Organisation des Festumzugs,

- Annette Heuer für die Durchführung der Tombola, Sandra Keskowski und Helmut Cudok für das Spielen mit den Kindern

sowie bei vielen anderen, die zum Gelingen unseres Jubiläums beigetragen haben. Wir sind uns sicher, dass man über dieses Fest noch eine Weile reden wird, und das nicht nur in Kurtschlag.

*** 

Und dann gibt es da noch eine Nachricht von Evelin Pittack: "Ich möchte heute mal allen danken, die sich so dolle engagiert haben und damit unser Dorf so toll rausgeputzt haben. Besonders gefallen haben mir die historischen Bilder entlang der Straßen. Die Figuren auch. Die sahen ja fast lebendig aus. Wirklich super!!! Da steckt 'ne Menge Arbeit drin."

Das Konzert

Die Fotoausstellung

Puppen

Eine Puppe mit Text

Eine weitere Puppe hatte die Familie Schneider-Kruckenhauser vor ihrem Haus aufgestellt, der einstigen Gaststätte Ney. Daneben hatte sie einen Text ausgelegt.

99 Luftballons

Der Festumzug im Film

Der Festumzug in Bildern

Auf dem Festplatz

Fotos: Manfred Lentz (mit Ausnahme der besonders gekennzeichneten Fotos) / Text: Karola Hoth

2019 (Mai) Tag des offenen Ateliers bei Petra Elsner

(Bei dem folgenden Text handelt es sich um einen

Blogeintrag von Petra auf ihrer Webseite schorfheidewald.de)

Dankeschön ringsum!

Der Himmel hat gehalten, dem Himmel sei Dank! Schon am Vortag zum OFFENEN ATELIER klingelte es allenthalben: Frauen des Dorfes brachten die ersten Kuchen vorbei, und ein paar verfrühte Besucher baten um Einlass ... Haben wir gemacht, klar, mitten im Gewusel. Kaffeespenden aus Klein Dölln hingen schon vor Tagen für uns am Tor, aber am Sonntag haben sich besonders die Kulturvereinsfrauen übertroffen. Was für eine ungeheure Hilfe, für die ich sehr dankbar bin! Vor 12 Jahren kam ich mit sechs Kuchen aus, diesmal waren es insgesamt 22 Torten und Blechkuchen. Wir schätzen, dass über 200 Menschen uns an diesem 5. Mai besuchten.

Es fing gegen 11 Uhr ganz ruhig an. Wir waren natürlich noch nicht fertig und sausten noch mit Stühlen und Geschirr durch die Landschaft, aber es gab jetzt noch Gelegenheit für einige gute Gespräche, und so blieb es auch bis gegen 13 Uhr. So langsam füllte sich danach der Garten. Die Sambaspieler zogen mit ihren mächtigen Trommeln ein, und Sieglinde Imm, die schon sehr lange sehr krank ist, schob ihren Rollator auf die Wiese und griff zu einer Rassel. Heute wollte sie einfach noch einmal mitspielen - für mich. Ich hoffe, sie hat meine Freude gesehen. Das jedenfalls war der Moment, in dem ich kurz mal zur Kamera greifen konnte, aber wie immer war es nur ein Moment ... Fotos sind augenblicklich rar, vielleicht bekomme ich noch einige von den Gästen. Der Liebste (der eigentliche Fotograf!) kam nicht weg vom Empfang und kümmerte sich, während ich zwei Kurzgeschichten las, um die nächsten Ankömmlinge. Erst wurden die Sitzplätze knapp, kaum später die Tassen. Gut, dass ich noch Pötte auf dem Boden hatte. Zu Lesebeginn war es, als wären noch Menschen mit dem Bus gekommen. Rappelvoll war es, als ich von meinen Blättern wieder aufsah und die Trommler für eine gute halbe Stunde das Zepter übernahmen und die Gäste gut unterhielten.

Ich staune immer wieder aufs Neue, was dieses Dorf an Talenten zu bieten hat. Seid umarmt Ihr Klang-Jongleure und Backfrauenwunder aus Kurtschlag und Umgebung und vielmals bedankt! Ihr habt mein Herz berührt.

Der Tag flog. Ich weiß nicht wie oft ich gedrückt wurde, und ob ich wirklich alle persönlich begrüßen konnte. Es war ein Glück für mich, meinen Sohn Jan mit seiner Freundin empfangen zu können, die vielen Freunde, Nachbarn, Kollegen, meine Schwedter Verlagsfamilie, die Zehdenicker, Mildenberger und Ringenwalder Imkerfreunde, die Naturfreunde, die vielen Kunst- und Literaturfreunde aus Oranienburg, Berlin, Groß Schönebeck, Hohenwalde, Templin ... Thüringen und die stillen Blogleser. Ihr alle habt uns einen wunderbaren Tag beschert und wir Euch hoffentlich auch!

Fotos: Christina Steddin / Text: Petra Elsner

2019 (April) Maibaumtanz

Wie in den vergangenen Jahren hatte der Kulturverein zum Bändertanz an der Bleiche eingeladen. Es konnten einige neue Tänzerinnen gewonnen werden.  Für das leibliche Wohl war auch gesorgt. Ein Dankeschön an alle Mitwirkenden.

Fotos: Petra Elsner

2019 (April) Die Eiche von der Bleiche - ihre zweite Chance.

Bevor der Sturm vor einigen Jahren durch unser Dorf fegte und leider auch vor den alten Eichen an der Bleiche nicht Halt machte, sah es dort so aus, wie auf dem ersten Bild, woran sich einige vielleicht noch erinnern können. Die Eiche sollte aber nicht einfach zu Brennholz verarbeitet werden, sondern eine zweite Chance in unserem Dorf bekommen. So wurde also beschlossen: Wir bauen Bänke und Tische aus ihrem Holz.

Ralf Zeitz schaffte den Stamm mit seinem großen Hänger nach Zehdenick, um dort Bohlen schneiden zu lassen. Die Kosten dafür übernahm der Sportverein. Dann wurden die Bohlen und die inzwischen besorgten Hölzer für die Beine der Bänke und Tische zu Wolfgang Koch geschafft. Er hatte als Holzfachmann tatkräftige Hilfe zugesagt. Zusammen mit Jürgen Steddin fing er an, die ersten Bänke zu bauen. Das Leben verläuft aber nicht immer auf der Ideallinie. So hat Wolfgang leider eine schwere Krankheit ereilt. Trotzdem hat er die Vorarbeiten mit Jürgen erledigt. Ein dickes DANKE dafür von dieser Seite und GUTE BESSERUNG, WOLFGANG!

Am 25. April standen die ersten drei fertigen Bänke bei Jürgen im Garten auf dem Anhänger. Sie wurden mit Holzschutzlasur gestrichen, damit sie eine lange Lebensdauer haben und so auch gleich viel attraktiver aussehen und zum Verweilen einladen. Ich habe noch die restlichen Anstricharbeiten übernommen und musste mich teilweise ganz schön verrenken, um innen die Füße der Bänke zu streichen. Jürgen hat inzwischen die Halteeisen gestrichen. Nur gut, dass es das Wetter gut mit uns meinte. So trockneten die Farben sehr schnell.

Helmut Cudok brachte mit seinem Traktor zwei der Bänke hinten in den Garten von Familie Steddin. Diese sollen später an der Bleiche und in der Rübengasse aufgestellt werden. Die erste Bank soll nun heute im Park aufgestellt werden. Die haben wir gleich auf dem Anhänger gelassen. "Na, soll ich die festbinden, oder wollt Ihr Euch draufsetzen für das kurze Stück?", fragte Helmut. Das ließen wir uns nicht zweimal sagen. So durften Jürgen und ich schon mal Probe sitzen, während Helmut uns langsam auf dem Anhänger zum Park fuhr. Ein Star auf dem Dach sang uns ein Ständchen zum Abschied. 

Wir kamen gut am Park an. Dort erwartete uns schon Sandra Keskowski mit ihren zwei Kleinsten auf dem Spielplatz. Gemeinsam haben wir den optimalen Standort für die Bank ausgesucht. Er sollte möglichst im Schatten liegen und die Sicht zur Buswendeschleife und zum Spielplatz ermöglichen. Da die Rotbuche noch wachsen wird, war der Platz ideal. Nun haben Jürgen und Helmut den Standort vorbereitet, damit die Bank sicher und gerade stehen kann. Die Beine der Bank sollten jeweils auf zwei Gehwegplatten stehen. Diese wurden in den Boden eingebracht und gerade ausgerichtet. Helmut fuhr dann die Bank mit dem Traktor an ihren neuen Standort. Sie wurde von Jürgen und Helmut ausgerichtet und mit je zwei Halteeisen an den Füßen angeschraubt. Das dient zum einen der Standsicherheit, aber auch als Diebstahlssperre. Man kann ja nie wissen! Während Helmut noch die letzten Schrauben festzog, strich Jürgen die Schraubenköpfe schwarz über. 

So, endlich war alles fertig, und Probesitzen war angesagt. Wir hatten alle Platz auf der Bank. Auch die Kinder von Sandra haben sich wohlgefühlt. Später kommt noch ein Tisch davor. Der muss aber erst noch gebaut werden. 

Sandra hatte ihr Handy dabei und vereinbarte mit Wolfgang, dass Jürgen und Helmut am Nachmittag das restliche Rohmaterial bei ihm abholen. Um 14 Uhr fuhren dann beide zu Wolfgang und holten die schon grob bearbeiteten Eichenblöcke ab und brachten sie zu Jürgen. Daraus sollen noch drei Tische und drei Bänke entstehen.

Vielen Dank für diese Aktion an Ralf, Wolfgang, Jürgen und Helmut und an Christina (für's Kaffee kochen). Unser Dorf soll noch schöner werden, und damit leisten wir wieder einen Beitrag dazu! Ich werde sicher auch wieder davon berichten, wenn die nächsten Bänke und/oder Tische aufgestellt werden.

Fotos und Text: Karola Hoth

2019 (Februar) "Milchmond", Lesung von Petra Elsner

Mittwochabend im "Mittelpunkt": Mehr als 40 Neugierige haben sich versammelt und blicken erwartungsvoll nach vorn, wo Petra Elsner hinter einem Tischchen mit Mikrofon und Wasserglas Platz genommen hat. Eine Manuskriptlesung aus ihrem neuesten Werk "Milchmond" ist angesagt, eine Erzählung, die eine  Kriminalhandlung mit viel Lokalkolorit vereint. Dass es sich bei dem Schauplatz der Geschichte, dem Dorf Sandberg, um Kurtschlag in Kombination mit einigen Nachbardörfern handelt, ahnt man nicht nur, man weiß es, denn die Hinweise sind deutlich. Nur wie sich die handelnden Personen mit bestimmten Dorfbewohnern verbinden lassen, diese Beziehung bedarf dann doch noch näheren Nachdenkens. Zwei Schwestern stehen im Zentrum der Erzählung, Julie und Laura, beide intensiv mit der Pflege ihrer demenzkranken Mutter befasst, was anstrengend ist, Stress mit sich bringt und immer mal wieder zu Streitereien zwischen den beiden führt. So wie in der geschilderten Situation, wo Laura nach einem Streit mit ihrer Schwester plötzlich verschwunden ist. Eine Vermisstenanzeige von Julie bei der Polizei bleibt ohne Ergebnis. Doch dann - es ist Winter, ein kräftiger Sturm wirft Bäume um - wird sie von einem Feuerwehrmann bei einem Einsatz gefunden, unter einem Laubhaufen versteckt und vermutlich ebenso kalt wie der Schnee, denn sie ist tot. Was die klassische Frage jedes Krimis nach dem" Whodunit" aufwirft, also die Frage: Wer war's?

Doch Petra wäre nicht Petra, wenn die Frage jetzt lediglich lautete: Welcher Mann oder - auch Frauen morden - welche Frau hat Laura auf dem Gewissen? Nein, bei Petra sind Geister angesagt, die Welt der sichtbaren und unsichtbaren, der freundlichen und weniger freundlichen Spukgestalten, die in der Schorfheide ihr Unwesen treiben und  sich gelegentlich auf die eine oder andere Weise in den Alltag der hier lebenden Menschen drängen.  Was heißt, dass es sich bei dem Täter auch um ein solches Geistwesen gehandelt haben könnte, etwa um den Wolf aus der alten Legende vom Milchmond, die sich zwar nicht die Alten im "wirklichen" Sandberg erzählen, nein, diese Legende hat Petra sich ausgedacht,

aber sie hat das so überzeugend getan, dass man ihr die Urheberschaft der alten Sandberger glatt abnehmen könnte: von einem Wolf, der sich bei Milchmond = Vollmond eine Frau holt und sie "nimmt", wie es in der Geschichte heißt, wobei Petra wohl zu Recht darauf setzt, dass jeder versteht, was sie meint. Und kaum hat der Wolf die Frau also genommen - ex und hopp -, ist sie tot. Womit sich dem Zuhörer dieses Abends im "Mittelpunkt" - und später dem Leser des Buches - die Frage nach dem Schuldigen an Lauras Tod nunmehr auf eine ganz neue Weise stellt: nämlich Mensch oder Wolf? Doch diese Frage beantwortet Petra bei ihrer Lesung verständlicherweise nicht, schließlich will sie das Produkt ihrer Fantasie noch für einen angemessenen Obulus unter die Leute bringen. Was sie bei dieser Gelegenheit leider nicht tun kann, Lesung + Kauf + Signierung gibt's nicht an diesem Abend, da das Buch noch nicht im Druck vorliegt. Aber irgendwann in den nächsten Wochen oder Monaten soll es auf dem Markt sein, so dass wir endlich den Buchdeckel werden aufschlagen und nachlesen können, wer's war. Und mehr noch: was aus Julie geworden ist und aus der demenzkranken Mutter und aus Rosa und Dörte und dem "Eiermann" und all den anderen Personen, die Petras Erzählung bevölkern. Die meisten von ihnen Zeitgenossen aus Petras Umgebung, weil sie - wie schon geschrieben - ihre Vorbilder eben aus ihrem kleinräumlichen Umfeld genommen hat. Wenn's so weit ist, kann also das Rätseln beginnen.

Eine unterhaltsame Lesung war's, eine spannende Geschichte, vorgetragen vor einem Publikum, das mucksmäuschenstill lauschte und wohl gerne noch Weiteres gehört hätte, aber mehr als ein Appetithäppchen sollte diese Veranstaltung nicht sein. Eine Veranstaltung, die gewiss nicht nur Petra als gelungen bezeichnen dürfte. In diesem Sinne: Danke, liebe Petra, für einen kurzweiligen Ausflug in diese Mischwelt aus Realität und Fiktion, die so recht in unsere Schorfheide passt! 

Fotos und Text: Manfred Lentz

2019 (Februar) Fasching

Sing Halleluja!

Wenn der Jahreswechsel gebührend gefeiert wurde, alle Weihnachtsbäume beim gemütlichen Stelldichein an der Bleiche verbrannt worden sind und das Monatsbild des Kalenders einem den Winter vorgaukelt, dann nimmt das Verkehrsaufkommen auf der Kurtschläger Dorfstraße bis zum Abzweig Rübengasse an den Sonntagnachmittagen plötzlich stark zu, und die Parkplätze am Gemeindezentrum werden knapp. Die Vorbereitungen für den Fasching laufen auf Hochtouren.

Inka, Judith und die jüngsten Tänzerinnen und Tänzer mit ihren Eltern sind die ersten, die eintreffen. Es folgen die Erwachsenen, zuerst die Frauen und dann die Männer. Bis in den Abend hinein wird geplant und geprobt, Ideen werden gesammelt und diskutiert. Welche Musik, was ziehen wir an, wo kriegen wir die Kostüme her, wer macht die Choreografie, drei oder vier Schritte bei diesem Takt, drehen wir über die rechte oder die linke Schulter? Die ersten zwei, drei Proben erinnern manchmal eher an einen Debattierklub, und so mancher fragt sich klammheimlich, wie sollen wir das bloß bis Mitte Februar hinkriegen? Aber wir lassen nicht nach, Sonntag für Sonntag üben wir, das Programm nimmt Gestalt an, die Kostüme sind auch nach und nach eingetroffen, immer seltener verpasst jemand seinen Einsatz oder dreht sich in die falsche Richtung. Spätestens zur Generalprobe am Freitagabend sind alle Diskussionen vergessen. So mancher denkt sich, ein schönes Programm haben wir diesmal auf die Beine gestellt. Von jetzt an steigt das Lampenfieber, hoffentlich klappt alles, und vor allem, hoffentlich kommt unser Programm beim Publikum an. Dann ist endlich der vorletzte Sonnabend im Februar, die Mitwirkenden nehmen die Umkleideräume in Beschlag, dort lässt sich die Nervosität quasi mit den Händen greifen, hoffentlich geht alles glatt. Punkt 20 Uhr startet DJ Bonk den Countdown, die in den letzten Wochen aufgebaute Anspannung löst sich. Bühne frei, Sing Halleluja!, endlich wieder Fasching in Kurtschlag! Schwungvolle Tänze der Sportvereinsgruppen und der Westernladies wechseln sich ab mit Sketchen, in denen allerlei Menschliches und Zwischenmenschliches augenzwinkernd aufs Korn genommen wird. Die Leute lachen, klatschen, verlangen Zugaben - wir haben es mal wieder geschafft, Halleluja! Nachdem im Finale noch mal alle Künstler und Künstlerinnen die Bühne betreten haben, wird zu DJ Bonks Musik und mit Getränken der Firma Gosse noch bis 2 Uhr morgens weitergefeiert.

... und der Teufel kriegt uns früh genug ;-)

Fotos: Manfred Lentz / Text: Susanne Nickel

2019 (Januar) Neujahrsempfang des Ortsvorstehers

Fotos: Manfred Lentz

2019 (Januar) Weihnachtsbaumverbrennen

Gerade erst haben die Bäume uns noch erfreut, nun haben sie ihre Aufgabe erfüllt und können entsorgt werden. Aber einfach wegwerfen ist nicht. In einer Feuerschale an der Bleiche werden sie verbrannt, während wir mit anderen Kurtschlägern über Gott und die Welt reden, Glühwein trinken, Würste essen und den Event genießen.  In elf Monaten geht dann alles wieder von vorn los.

Fotos und Text: Manfred Lentz