Rückblicke 2021

2021 (November): Martinsumzug

von Karola Hoth

Am Samstag, den 13. November haben wir in Kurtschlag Sankt Martins gedacht. Bereits ab 16:45 Uhr waren die ersten Kinder mit ihren Laternen vor der Kirche erschienen. Um 17 Uhr öffnete sich die große Kirchentür, und von Christina, Susanne und Dagmar wurde die Geschichte von Sankt Martin verlesen und gespielt. Die Anwesenden lauschten der Geschichte, dass Martin von Tours um 316 in Sabaria in der römischen Provinz Pannonia (dem heutigen Ungarn) geboren wurde. Martin war Soldat und diente bereits mit 15 Jahren in der römischen Armee. Der Legende nach ritt er an einem kalten Wintertag an einem hungernden und frierenden Bettler (gespielt von Kilian) vorbei, der ihn um eine Gabe anflehte. Martin hatte aber weder Geld noch etwas zu essen bei sich. So überlegte er kurz, wie er dem armen Bettler helfen konnte. Er hatte ja über seiner Soldatenrüstung noch einen kuschelig warmen roten Mantel an. Der arme Bettler tat Martin so leid, dass er mit dem Schwert seinen warmen Mantel teilte und dem Mann die eine Hälfte schenkte. Nach Martins Tod (er starb am 8.11.397 in Candes und ist am 11.11. in Tours beerdigt worden) wurde er aufgrund dieser und anderer guten Taten vom Papst heiliggesprochen und ist seitdem als Sankt Martin, der Schutzpatron der Bettler und Soldaten, bekannt. 

Nach der Geschichte wurden Martinshörnchen verteilt, die coronabedingt nur innerhalb der Familie geteilt werden sollten. Danach setzte sich der Laternenumzug, geführt von der Jugendfeuerwehr, entlang der Kurtschläger Dorfstraße von der Kirche zum Park in Bewegung. Dort wurde gewendet, und an der Bleiche fand der Zug seinen Abschluss. An der Bleiche gab es Grillwurst, Getränke und die Möglichkeit zum Backen von Stockbrot über der Feuerschale. 

Es war ein schönes Fest. Vielen Dank den Organisatoren, den Mitwirkenden und allen Kindern und Erwachsenen, die den Martinstag (nachträglich) würdig begangen haben.

Fotos und Text: Karola Hoth

2021 (Oktober): Dorffest

von Petra Elsner

Nach all den Monaten, in denen sich die Kurtschläger zu keinem Fest trafen, war der Festsamstag am 2. Oktober wie ein Geschenk für die Dorfseele. Viele fleißige Hände haben es ermöglicht, dass sich das Dorf wieder feiern konnte. 25 Dorffrauen hatten feine Kuchen gebacken und spendiert. Der Saal war wunderbar hergerichtet und mit einem Separee für ein Puppenspiel für die Kinder ausgestattet. Die italienische Puppenspielerin Roberta führte nach dem großen Kaffeetrinken das Marionettenspiel "Das großherzige Eichhörnchen" auf, das ihr kleiner Sohn Rocco erfunden hatte. Es war eine wundervolle Inszenierung, die unsere größer gewordene Kinderschar faszinierte. Wie gebannt schauten Alt und Jung dem Fortgang der Geschichte zu, die die wundersame Frau mit dem Zylinder erzählte. Es war ein Loblied auf die Freundschaft. Danach ging es für die Kleinen wieder auf die Hüpfburg, zum Kürbisschnitzen, zum Kinderschminken und zum Stockbrotrösten. Die Erwachsenen schauten nach dem Angebot unter den Zelten. Es gab Gemüse, frisch gepresste Säfte, Honig, Marmeladen und Pflanzen zu kaufen, und der kleine Rocco bot mittendrin seine gedruckte Geschichte an. Eine geschmeidige Stimmung schwappte durch das Areal. Familien und Nachbarn plauderten und ließen es sich bei einem Getränk und Frischem vom Grill gut gehen. Den Höhepunkt vor dem Anzünden des Herbstfeuers gab die Kurtschläger Samba-Percussion-Band "Os Velhos Sambeiros". Obgleich sie monatelang nicht zum Proben gekommen war, bereitete sie uns einen mitreißenden Auftritt. Christians Diskomusik sorgte bis Mitternacht für sehr gute musikalische Umrahmung des Herbstfestes und lud die Kinder am Abend noch zu einer kleinen Tanzrunde ein. Allen, die zum Gelingen dieses schönen Herbstfestes beitrugen, sei vielmals gedankt und allen, die kamen, ebenfalls.

Fotos und Text: Petra Elsner