1960 im Schwarzwald geboren, habe ich nach einer Ausbildung als Erzieherin in verschiedenen sozialen Einrichtungen gearbeitet. Ein zweites Standbein wurde für mich die Kunst. Ich absolvierte eine Kunst- und Keramikschule auf Sizilien und eignete mir in einer Keramikfabrik praktisches Wissen an. Anfang der 1990er Jahre folgten eine Ausbildung zur Kunsttherapeutin und ein Studium der Malerei in der Nähe von Stuttgart. Seit 1994 unterrichte ich an einer Fachschule für Sozialwesen in Teltow Kunst und Didaktik.

 

In meiner künstlerischen Arbeit mag ich die Abwechslung, die vielfältige Auseinandersetzung mit unterschiedlichen Themen und Materialien (Malerei, Papier, Mosaik). Ich wähle Themen, die sich aus meinem Umfeld ergeben. Das Leben in der Großstadt Berlin, seine Fassaden, seine Facetten, seine Herausforderungen und Dynamiken finden Ausdruck in der Abstraktion. Die Schattenrisse  etwa oder das Räderwerk - von beiden stelle ich Ergebnisse auf dieser Seite vor - gehören in diese Kategorie.

 

Auf der Suche nach den Jahreszeiten kam zur richtigen Zeit die Chance, ein ehemaliges Kutscherhäuschen in Groß Dölln anzumieten. Das Leben in der Uckermark ergibt Landschafts- und Garteneindrücke in der Stille. Die Tatsache, dass sich auf meinem Grundstück einst eine Hühnerhaltung  


befand, brachte mich auf den Gedanken, mich in meiner künstlerischen Arbeit mit Hühnern zu befassen. Ich beschäftigte mich intensiv mit dem Federvieh und war beeindruckt von dessen Vielfältigkeit. (Ein ironischer Spiegel von uns selbst?) Und so bewege ich mich denn in einem künstlerischen Spannungsfeld zwischen Realismus und Abstraktion - dabei wechselnd zwischen verschiedenen Techniken und Materialien, die ich benutze - und ebenso in einem persönlichen Spannungsfeld, indem ich immer wieder die große Stadt Berlin mit dem kleinen Schorfheidedorf Groß Dölln vertausche. Sowohl künstlerisch als auch privat ist es ein Pendlerleben, das ich führe.

 

Meine Werke habe ich auf Ausstellungen in Berlin und Baden-Württemberg präsentiert und nicht zuletzt in Groß Dölln, wo ich mich seit meinem Einzug in das Kutscherhäuschen jedes Jahr an den "Tagen des offenen Ateliers" beteiligt habe. Auch künftig möchte ich das tun. Ich lade Sie, liebe Besucher dieser Seite, ein, bei dieser Gelegenheit bei mir vorbeizuschauen.

(Als mobiler Hühnerhof gibt es die Möglichkeit, "uns" zwecks Ausstellung einzuladen.)

"Die Tierdarstellungen gehören zu den häufigsten Themen und Motiven der bildenden und angewandten Kunst. Die Art und Weise der Tierdarstellungen lässt auf das jeweilige Verhältnis des Menschen zum Tier schließen, seine Rolle in der Natur und seine konkrete Bedeutung für den Menschen ... (Seit) viktorianischer Zeit, in der Mitte des neunzehnten Jahrhunderts, wurden Hühner ihres Aussehens wegen gezüchtet ." Manuela Röhken, "Zu Besuch bei Sabine Schmalz in der Schorfheide", in: kulturort-brandenburg.de, August 2017

Schattenriss

Das Spiel mit Licht ermöglicht die Entstehung des Schattens: eine Möglichkeit spannungsvoller Verzerrungen der Realität, Zeitabläufe und mystischen Gedankengänge.

 

Räderwerk

Mühlrad, Speichenrad, Wasserräder, Windrad, Riesenrad - die Moderne ist ohne das Rad nicht vorstellbar. Das Rad als Schlüssel technischer Entwicklung steht für Dynamik, Kraftübersetzung und Ästhetik.


Farbspur

Die flächige Malerei gibt Ausschnitte der realen Umwelt wieder. Es entsteht ein Bild der Verfremdung und für den Betrachter - erhofft - wieder ein neues Ganzes.