Pausenfüller

8. Dezember: Diesmal sind wir in Ägypten unterwegs. 14 Tage. Ankunft in Kairo im Dunklen. Die Stadt ist riesig, laut (Hupen!!!), und wenn man die Schadstoffe messen wollte, würde das Messgerät kaputt gehen. Unterkunft im Zentrum im "Hotel de Charme", mitten im prallen Leben. Wir sind fast die einzigen Touristen in dieser Gegend.

9. Dezember: Pyramiden-Tag in Gizeh und Sakkara (bei Kairo). Außerdem das Grab eines Pharaonen-Prinzen von innen.

10. Dezember: Das Ägyptische Museum in Kairo. Vermutlich eine Million Exponate, aber kein Platz, deshalb wird zur Zeit ein neues Museum gebaut. Es wird das größte weltweit. - Die Exponate auf den Fotos sind etwa 3000-4500 Jahre alt. - Zwei Mumien von Pharaonen. - Ein Teil der Stücke stammt aus dem Grab von Tut-ench-Amun. - Zum Schluss Ägypterinnen von heute: Etliche Mädchen wollten unbedingt mit Karin fotografiert werden (inzwischen sind die Fotos bestimmt alle auf Facebook hochgeladen). - Ausnahmsweise 30 Fotos, weil wir uns nicht entscheiden konnten, welche wir weglassen.

11. Dezember: Noch ein paar Fotos aus Kairo. Zwei Moscheen, die letzte davon über 1000 Jahre alt. Außerdem einige Straßenszenen bei unserem Hotel.

12. Dezember: Luxor in Mittelägypten. Die Tempel von Karnak und Luxor, beide rund 3500 Jahre alt. - Einige Straßenszenen aus Luxor (etwa eine halbe Million Einwohner, Kairo zum Vergleich hat 23 Millionen). - Swimmingpool vor dem Nil.

13. Dezember: Vor etwa 3500 Jahren wurden die ägyptischen Pharaonen nicht mehr in Pyramiden bestattet, sondern im "Tal der Könige" in Mittelägypten. Eine Wüstenlandschaft, in der es fast nie regnet. Die Gräber wurden unterirdisch angelegt und nicht markiert, um Grabräuber abzuhalten. (Was allerdings bis auf das Grab von Tut-ench-Amun nicht gelungen ist, d.h. die Gräber sind ausgeräumt worden.) 64 Gräber hat man bis heute ausgegraben, mit ziemlicher Sicherheit gibt es weitere, die aber noch nicht entdeckt wurden. Manche der 64 Gräber sind überhaupt nicht zu beschichtigen, andere nur zeitweise, um sie vor Beschädigungen durch die Atemluft der Besucher zu schützen. Die Malereien sind alle original, die Farben also 3500 Jahre alt. - Am Ende sind noch zwei Tempel zu sehen.

14. Dezember: Luxor liegt zum Teil am Ostufer des Nils, zum Teil am Westufer. Zuerst waren wir in einem Hotel auf dem Ostufer, aktuell sind wir in einem auf dem Westufer. Die Fotos: Die Umgebung unseres Hotels. - Mit der öffentlichen Fähre über den Nil zum Ostufer. - Straßenszenen vom Ostufer. Die Weihnachtsbilder erklären sich dadurch, dass zehn Prozent der Ägypter Christen sind (Kopten). - Zurück über den Nil zum Westufer. Weitere Fotos aus der Umgebung unseres Hotels, diesmal bei Dunkelheit (um 18 Uhr ist es dunkel).

Ab morgen sind wir für drei Tage mit einer Dahabeya (einem Segelschiff) auf dem Nil unterwegs. Mit dem Einstellen von Fotos dürfte es also erst einmal schlecht aussehen. Aber wir lassen uns überraschen.

15. Dezember: Was für eine grandiose Fehlprognose ich abgegeben habe!! Mobilfunk auf dem Nil - no problem. Internet auf dem Nil - no problem, und das mit einer höheren Geschwindigkeit, als wir sie in Kurtschlag haben. Da reden wir in Deutschland von Digitalisierung - hier scheint sie schon weiter entwickelt zu sein als bei uns!!

Wir sind also auf unserer Dahabeya, einem Segelschiff, das aber natürlich nur fahren kann, wenn Wind weht. Bei Flaute werden wir deshalb von einem kleinen Motorboot gezogen.  Mit uns acht Touristen an Bord. Elektrizität gibt es mittels Generator (der nachts abgestellt wird, weshalb ich die Fotos gestern nicht mehr einstellen konnte). Wasser zum Waschen kommt aus dem Nil und wird an Bord gereinigt. (Trinkwasser aus Flaschen) Das Essen: leckere ägyptische Küche.

16. Dezember: Ein Ausflug von unserem Schiff (unserer Dahabeya) zu einem Tempel.

17. Dezember: Ein Steinbruch (Sandstein), in dem die Steine für mehrere Tempel gebrochen wurden. - Unser Koch, der uns kulinarisch verwöhnt hat. - Einer von der Besatzung beim Setzen des Segels. - Noch ein Tempel. - Zum Schluss eine der großen Nilfähren.

18. Dezember: Die ersten Fotos aufgenommen an einer Fähre, es folgen Fotos von einem Viehmarkt.

19. Dezember: Von Assuan 300 km durch die Wüste nach Abu Simbel. - Hier leben viele Nubier (ein anderes Volk als die Ägypter, aber sie sind ebenfalls ägyptische Staatsbürger), unsere Hotel zeigt ihre Bauweise. - Der weltberühmte Tempel von Abu Simbel: Gebaut für Ramses II., den größten Pharao der ägyptischen Geschichte, vor rund 3300 Jahren. In den 1970er Jahren haben die Ägypter den Nil bei Assuan aufgestaut. Der Tempel von Abu Simbel wäre in dem aufgestauten See verschwunden. Die deutsche Firma Hochtief hat ihn zersägt und 60 m höher wieder zusammengefügt. Die vier Standbilder von Ramses II. sind 22 m hoch, der daran anschließende Teil des Tempels reicht weit in den Felsen hinein. Die vier Gestalten zeigen das Allerheiligste tief drinnen im Tempel, das nur die Priester betreten durften. Das letzte Bild ist ein Foto aus dem Tempel heraus auf den durch den Stau entstandenen See (Nassersee).

20. Dezember: Eine Tour mit einem kleinen Boot (einer Feluka) bei Assuan. Dabei: Unserer Führer an diesem Tag. Das kleine Gebäude ist ein Grabmal. - Der Botanische Garten von Assuan (Kitcheners Island).

21. Dezember: Der große Staudamm von Assuan (er staut einen See von 500 km Länge auf). Von der Sowjetunion in den 1960er Jahren gebaut. Ein stilisierter Lotus als Symbol des Dammes. - Auf dem Hügel die Gräber von vornehmen Personen, über 2000 Jahre alt. In einem Grab liegen Mumien inmitten von Plastikabfall, der durch ein offenes Gitter hereinweht. Der Plastikmüll ist allgegenwärtig in Ägypten und ein großes Problem. - Die letzten Fotos stammen aus Assuan. - Womit unsere Reise zu Ende ist. Am 22. Dezember morgens um 5.05 Uhr geht unser Flug von Assuan nach Kairo, von dort nach Berlin.