Pausenfüller

(13. August) Acht Tage Moskau sind angesagt. Zu sehen ist der Rote Platz, der gar nicht so aussieht, wie wir ihn von Fotos kannten. Eine große Veranstaltung steht bevor (ein Military-Tattoo), deshalb sind Tribünen aufgebaut; außerdem diverse Buden  wie bei uns auf dem Weihnachtsmarkt. Zig Touristen. Das Gebäude mit den vielen Lichtern ist das berühmte Kaufhaus GUM. Die Blumen auf der Brücke liegen an der Stelle, an der 2015 Boris Nemzow erschossen wurde.

(14. August) Der Kreml. Die Basilius-Kathedrale und eine weitere Kirche. Noch mal das Kaufhaus GUM, diesmal von innen. Es gleicht unseren Malls, hat fast ausschließlich edle Geschäfte.

(15. August) Eine Tour mit der Moskauer Metro. Die schönsten Bahnhöfe aus der Stalin-Zeit, teilweise 60 m unter der Erde. Im Zweiten Weltkrieg wurden sie als Schutz für die Bevölkerung genutzt. Lenin ist in der Metro nach wie vor - wie an vielen anderen Orten in der Stadt - präsent. Die jungen Leute an der Rezeption unseres Hotels haben leuchtende Augen gekriegt, als ich den Namen Lenin erwähnt habe.

(16. August) Noch einmal die Basilius-Kathedrale auf dem Roten Platz, diesmal auch Aufnahmen von innen. Dann ein Stand, der Moroschenoe verkauft - Eis -, der absolute Hit im Kaufhaus GUM, wie auch die quietschsüße Limonade. Ein paar Souvenirs. Dass mit Stalin einer der übelsten Massenmörder der Geschichte im Angebot ist, ist hart. Schon Lenin ist mehr als grenzwertig. Danach Fotos aus der weltberühmten Tretjakow-Galerie. Und schließlich Fotos aus einer ganz "normalen" Kirche (also keine Reiseführer-Sehenswürdigkeit), wie es viele in Moskau gibt.

(17. August) Auf dem Friedhof des Neujungfrauenklosters liegen viele Prominente. - Moskau City, ein Ensemble von mehreren spektakulären Hochhäusern, einige sind noch nicht ganz fertig. - Gottesdienst in einer kleinen russisch-orthodoxen Kirche gleich bei uns um die Ecke.

(18. August) Besuch im Lenin-Mausoleum. Nachmittags im Gorki-Park, einem toll angelegten Park an der Moskwa, mit vielfältigen Freizeitangeboten, die von den Moskauern intensiv angenommen werden.

(19. August) Die Lubjanka, ehemals als Sitz der Geheimpolizei das gefürchtete Terrorzentrum der Sowjetunion, heute Sitz der Nachfolgeorganisation des KGB. - Ein riesiger Souvenirmarkt, aktuell mit Fotoshooting als Programm. - Noch einmal die Tretjakow-Galerie.

(20. August) Im Kreml. Zu sehen sind anfänglich mehrere Kirchen, darunter die, in der etliche Zaren gekrönt und später zur letzten Ruhe gebettet wurden. Innenaufnahmen sind verboten, deshalb gibt es nur einige wenige. Die meisten Gebäude im Kreml (u.a. der Amtssitz von Putin) können nicht besichtigt werden. Die Glocke ist schon bei der Herstellung zerbrochen. Die letzten vier Fotos habe ich außerhalb vom Kreml aufgenommen, das letzte zeigt das Gebäude der Staatsduma, des Parlaments.

Dies sind die letzten Bilder, morgen geht es zurück nach Berlin.